
Forsa-Umfrage heute: AfD vor Union – Aktuelle Ergebnisse
In Deutschlands Umfragelandschaft gibt es selten Meldungen, die so viel Aufmerksamkeit erzeugen wie eine Verschiebung an der Spitze. Zum ersten Mal seit Langem liegt die AfD in einer Forsa-Erhebung für RTL/n-tv vor der Union – mit einem Vorsprung, der selbst erfahrene Wahlforscher überrascht.
AfD-Vorsprung: 5 Punkte vor Union ·
CDU/CSU-Stand: Niedrigster Stand seit Langem ·
Stärkste Kraft: AfD ·
Quelle: Forsa für RTL/n-tv ·
Veröffentlicht: 28.04.2026
Kurzüberblick
- Exakte Prozentsätze je nach Datenquelle leicht unterschiedlich
- Landtagsspezifische Trends nicht in Bundesumfrage abgebildet
- Trendstabilität über mehrere Wochen abwarten
- Nächste Forsa-Veröffentlichung in einer Woche erwartet
- Koalitionsrechnungen werden komplexer
- CDU-Chef Merz unter Druck
Die folgende Tabelle fasst die zentralen Daten der Forsa-Erhebung zusammen.
| Feld | Wert |
|---|---|
| Institut | Forsa |
| Thema | Bundestagswahl Sonntagsfrage |
| AfD-Platzierung | Erster Platz |
| Union-Platzierung | Zweiter Platz, 5 Punkte Rückstand |
| Letzte Veröffentlichung | 28.04.2026 |
| Befragungszeitraum | 21.04.2026 – 27.04.2026 |
Forsa-Umfrage heute RTL
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa liefert wöchentlich das Trendbarometer für RTL Deutschland und n-tv – die sogenannte Sonntagsfrage. Diese misst die hypothetische Parteipräferenz, sollte am nächsten Sonntag gewählt werden. Die aktuelle Erhebung wurde am 28. April 2026 veröffentlicht und basiert auf einer telefonischen Befragung von 2503 Wahlberechtigten im Zeitraum vom 21. bis 27. April 2026.
Aktuelle Ergebnisse
Fünf Parteien, ein deutliches Bild: Die AfD liegt mit 27 Prozent auf dem ersten Platz, die Union (CDU/CSU) folgt mit 22 Prozent. Damit beträgt der Abstand genau fünf Prozentpunkte – ein historisch bedeutsames Ergebnis, das in dieser Form selten beobachtet wurde. Die Grünen halten sich bei 15 Prozent, während SPD und Linke jeweils bei 12 Prozent liegen.
Dass die AfD erstmals in einer Forsa-Erhebung für RTL/n-tv deutlich vor der Union liegt, ist ein Signal, das über bloße Prozentzahlen hinausgeht. Die politische Mitte in Deutschland verschiebt sich spürbar.
Vergleich zu vorherigen Umfragen
Bereits eine Woche zuvor hatte Forsa erhoben – damals lag die AfD bereits bei 26 Prozent, die Union bei 24 Prozent. Der Unterschied zur aktuellen Erhebung zeigt: Die AfD legte um einen Prozentpunkt zu, während die Union zwei Punkte verlor. Linke und Grüne blieben stabil bzw. verzeichneten leichte Zugewinne.
Forsa Sonntagsfrage aktuell
Die Forsa-Sonntagsfrage gilt als eine der regelmäßigsten und meistbeachteten Umfragen im deutschen Wahlkampfgeschehen. Für RTL Deutschland ermittelt das Institut wöchentlich die aktuelle Stimmungslage und liefert damit eine zentrale Referenz für Medien, Politik und Wähler.
AfD als stärkste Kraft
Mit 27 Prozent erreicht die AfD laut dieser Erhebung ihr Allzeithoch. Das berichtet n-tv unter Berufung auf die Forsa-Daten. Der Sprung an die Spitze ist besonders bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass bei der Bundestagswahl am 23. Februar 2026 noch die Union mit 28,5 Prozent vorne lag und die AfD 20,8 Prozent erreichte.
AfD zieht an Union vorbei und steigt auf Allzeithoch – Merz im Tief.
— n-tv (Nachrichtenportal)
Union auf Tiefpunkt
CDU/CSU-Chef Friedrich Merz steht damit vor der schwierigsten Phase seiner Amtszeit. Die Union rutscht auf den niedrigsten Stand seit mindestens einem Jahr ab, wie ein Vergleich mit historischen Forsa-Daten zeigt. Noch im Dezember 2024 lag die Union bei 30 bis 31 Prozent – fast zehn Punkte mehr als aktuell.
Das Muster zeigt einen klaren Abwärtstrend für die Union über mehrere Monate hinweg.
Noch im Dezember 2024 kam die Union in Forsa-Umfragen auf 30-31%, die AfD auf 18-19%. Innerhalb von etwa vier Monaten hat sich das Bild grundlegend gewandelt.
Neueste Wahlumfragen heute
Neben Forsa veröffentlichen auch andere Institute regelmäßig Wahlumfragen. Ein Vergleich der verschiedenen Erhebungen gibt Aufschluss darüber, ob der AfD-Aufstieg ein isoliertes Phänomen oder ein übergreifender Trend ist.
Forsa vs. Insa
Die Insa-Meinungsforschung, regelmäßig für die Bild-Zeitung erhoben, zeigt tendenziell ähnliche Trends – wenn auch mit leicht unterschiedlichen Prozentzahlen. Laut verfügbaren Daten von Statista lag Insa zuletzt bei AfD 24% und CDU/CSU 25%, was einen engeren Abstand suggeriert als Forsa.
Trendbarometer-Stand
Das Trendbarometer von Forsa, wie es im Auftrag von RTL Deutschland erscheint, liefert eine Woche für Woche aktualisierte Daten. Die Erhebung vom 28. April 2026 ist die jüngste verfügbare Version. Auf Plattformen wie wahlrecht.de und dawum.de werden diese Daten archiviert und für Vergleiche aufbereitet.
Die Querverweise zwischen verschiedenen Instituten zeigen, dass der AfD-Aufwärtstrend über mehrere Erhebungen hinweg sichtbar ist.
Forsa Umfrage heute Landtagswahl
Die hier analysierte Forsa-Umfrage bezieht sich auf die Bundestagswahl – die Sonntagsfrage misst die bundesweite Stimmung. Für Landtagswahlen gelten oft abweichende Trends, da regionale Themen und Kandidaten eine größere Rolle spielen.
Bundestags- vs. Landtagstrends
Bundesweite Umfragen wie die Forsa-Sonntagsfrage bilden die generelle politische Stimmung ab, erfassen aber nicht die spezifischen Dynamiken in einzelnen Bundesländern. Inostnationale Entwicklungen, landesspezifische Skandale oder regionale Themen können die Landtagswahlergebnisse deutlich von den Bundesumfragen abweichen lassen.
Aktuelle Koalitionschancen
Bei der aktuellen Konstellation – AfD 27%, Union 22%, Grüne 15%, SPD 12%, Linke 12% – ergeben sich komplizierte rechnerische Koalitionsmöglichkeiten. Eine klassische Mehrheit aus Union und SPD wäre möglich, würde aber bei Wechselwählern zunehmend auf Akzeptanzprobleme stoßen. Linke und Grüne allein kämen auf 27%, was eine theoretische rot-rot-grüne Mehrheit denkbar macht.
Die Koalitionsarithmetik wird für alle demokratischen Parteien zunehmend herausfordernd.
Ist die Forsa-Umfrage seriös?
Die Frage nach der Seriosität von Wahlumfragen stellt sich regelmäßig, besonders wenn Ergebnisse überraschen. Forsa gehört zu den etablierten Meinungsforschungsinstituten in Deutschland und arbeitet nach wissenschaftlichen Standards.
Methodik von Forsa
Forsa führt wöchentliche telefonische Befragungen durch, zuletzt mit 2503 Wahlberechtigten. Die Stichprobenbildung erfolgt nach dem Prinzip der repräsentativen Auswahl. Das Institut legt laut eigenen Angaben Wert auf methodische Transparenz und verwendet standardisierte Erhebungsverfahren.
Stichprobenbildung
Die telefonische Befragung hat Vor- und Nachteile: Einerseits werden nur Haushalte mit Festnetzanschluss erreicht, andererseits ermöglicht die Methode schnelle Ergebnisse. Forsa verwendet nach eigenen Angaben ein dual-frame-Ansatz, um Verzerrungen zu minimieren.
Die methodischen Grenzen bedeuten, dass einzelne Erhebungen mit Vorsicht interpretiert werden sollten.
Wahlumfragen sind Momentaufnahmen und keine Prognosen. Sie messen die Stimmung zum Zeitpunkt der Erhebung. Politische Entwicklungen, Ereignisse oder Debatten können die Werte zwischen zwei Erhebungen deutlich verändern.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Sonntagsfrage?
Die Sonntagsfrage ist eine hypothetische Wahlfrage, die fragt, wen der Befragte wählen würde, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Sie dient als Stimmungsbarometer für die aktuelle politische Lage.
Wie oft erscheint die Forsa-Umfrage?
Forsa veröffentlicht die Sonntagsfrage wöchentlich im Auftrag von RTL Deutschland und n-tv. Die Veröffentlichung erfolgt in der Regel am Montag oder Dienstag für die jeweils vorherige Woche.
Welche Parteien werden in Forsa-Umfragen erfasst?
Die Standardumfrage erfasst CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP, Die Linke, AfD und BSW. Kleinere Parteien werden unter „Sonstige” zusammengefasst.
Wie zuverlässig sind Wahlumfragen?
Wahlumfragen liefern Orientierung, haben aber eine Fehlermarge von typischerweise 2-3 Prozentpunkten. Trends über mehrere Wochen hinweg sind aussagekräftiger als einzelne Erhebungen.
Wo finde ich die neueste Forsa-Umfrage?
Die Ergebnisse werden von RTL und n-tv veröffentlicht sowie auf Plattformen wie wahlrecht.de, dawum.de und in Presseartikeln bei Welt, Stern oder n-tv dokumentiert.
Unterschied zwischen Forsa und Insa?
Beide sind Meinungsforschungsinstitute, aber mit unterschiedlichen Methoden, Stichprobengrößen und Auftraggebern. Insa veröffentlicht für Bild, Forsa für RTL/n-tv. Die Ergebnisse können leicht abweichen.
Wann ist die nächste Bundestagswahl?
Die reguläre Bundestagswahl fand am 23. Februar 2026 statt. Die nächste reguläre Bundestagswahl wäre turnusgemäß in vier Jahren fällig, sofern keine vorgezogene Neuwahl angesetzt wird.
Verwandte Beiträge
Für CDU-Chef Merz ist die Botschaft der Forsa-Sonntagsfrage vom 28. April 2026 unmissverständlich: Wer auf eine baldige Erholung spekuliert, muss schnell handeln – oder akzeptieren, dass die politische Mitte in Deutschland nach der Bundestagswahl im Februar 2026 deutlich rechtslastiger aussieht als je zuvor in der Nachkriegsgeschichte.