Nach fünf Jahren und zwei verschobenen Kinoterminen kehrte James Bond im Herbst 2021 endlich auf die Leinwand zurück – und lieferte eine der umstrittensten Fortsetzungen der gesamten Serie ab. ‘Keine Zeit zu sterben’ beendete nicht nur die Ära von Daniel Craig, sondern sorgte mit einer Entscheidung im Finale für hitzige Debatten unter Fans. Dieser Guide räumt mit Mythen auf, ordnet Fakten und liefert Zahlen, die man kennen sollte.

Regisseur: Cary Joji Fukunaga · Hauptdarsteller: Daniel Craig · Filmnummer: 25. James-Bond-Film · Kinostart Deutschland: 8. Oktober 2021 · Laufzeit: 163 Minuten

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Wie viel CGI wurde für Safins Insel auf den Färöern verwendet?
  • Welche exakten Szenen in Pinewood Studios wurden für Kuba-Innenaufnahmen genutzt?
3Zeitleisten-Signal
  • 25. März 2019: Erste Aufnahmen in Nittedal, Norwegen (Wikipedia (Norwegen-Dreh))
  • 28. April 2019: Offizieller Start auf Jamaika (Wikipedia (Jamaika-Dreh))
  • 8. Oktober 2021: Kinostart Deutschland (Wikipedia (Norwegen-Dreh))
4Wie es weitergeht
  • Barbara Broccoli bestätigte: Kein sofortiger Nachfolger für Craig
  • Neuer Darsteller frühestens in einigen Jahren erwartet

Insgesamt fünf Länder bildeten die Basis für Bonds letzte Mission: Norwegen, Italien, Jamaika, Großbritannien und die Färöer-Inseln.

Kategorie Details
Originaltitel No Time to Die
Erscheinungsjahr 2021
Budget ca. 250 Mio. USD
Welt-Einnahmen über 770 Mio. USD
IMDb-Bewertung 7.3/10
Hauptdarsteller Daniel Craig
Schurke Rami Malek als Lyutsifer Safin

Ist James Bond in „Keine Zeit zu sterben” gestorben?

Die kurze Antwort: Ja, James Bond stirbt am Ende des Films. In der finalen Szene opfert sich 007, um eine biotechnologische Waffe zu vernichten und thereby die Menschen zu retten, die er liebt – darunter Madeleine und ihre gemeinsame Tochter. Diese Entscheidung markierte einen Schlusspunkt für die Daniel-Craig-Ära und sorgte für heftige Diskussionen unter Langzeitfans.

Das Ende der Handlung

Nach der Konfrontation mit Safin im unterirdischen Bunker seiner Insel nimmt Bond eine tödliche Dosis Gift, um zu verhindern, dass die Gen-Tech-High-Tech-Waffe in die falschen Hände gerät. Die Explosion der Anlage tötet ihn, während Madeleine und das Kind per Helikopter entkommen.

Stunt Coordinator Lee Morrison verriet, dass für die finale Motorrad-Szene in Matera rund 32.000 Liter Coca-Cola auf den Straßen verteilt wurden, um dem Craig-Double Paul Edmondson den riskanten Stunt zu ermöglichen (Wikipedia (Stunt-Details)).

Die Logik dahinter

Bond opferte sich, weil sein Körper bereits mit Safins Gift infiziert war. Er hatte keine Alternative mehr – die Waffe konnte nur durch seinen Tod endgültig vernichtet werden.

Kontroverse um Bonds Schicksal

Seit der Veröffentlichung ranken sich Gerüchte, ob Bond tatsächlich überlebt oder ob es einen alternativen Ausgang gibt. Die Produzenten bestätigten jedoch: Es gibt keine Szene nach dem Abspann, die das widerspricht.

Was den Mythos zusätzlich befeuert: Naomie Harris verriet, dass zwischen Spectre und No Time to Die eine Zeitspanne von fünf Jahren liegen sollte (Wikipedia (Zitat Naomie Harris)). Diese Zeitlücke war entscheidend für die emotionale Entwicklung der Figur.

Der Mythos, dass Bond überlebt, hält sich hartnäckig – doch alle offiziellen Quellen bestätigen seinen Tod. Der nächste Bond-Darsteller wird ohnehin eine neue Ära beginnen müssen.

Das opfervolle Ende von Bond war eine bewusste Entscheidung der Produzenten – und es markiert einen Wendepunkt, an dem sich jede zukünftige Version der Figur messen lassen muss.

Wo spielt der Anfang von „Keine Zeit zu sterben”?

Der Film beginnt nicht in London oder auf Jamaika, sondern in Norwegen – genauer gesagt in der Nähe von Nittedal, wo die ersten Aufnahmen am 25. März 2019 stattfanden und bis zum 2. April desselben Jahres andauerten (Wikipedia (Norwegen-Dreh)).

Eröffnungsszene-Location

Die erste Szene zeigt Bond in einer verschneiten Berglandschaft, wo er gemeinsam mit Madeleine und deren Sohn einen Racheakt plant. Die Produktion baute extra eine Hütte in Langvann nahe Hakadal, Norwegen, eigens für diese Szene auf (Filmtourismus.de (Drehort-Datenbank)).

Die norwegischen Aufnahmen dienten als Prolog, der Bonds emotionalen Zustand nach den Ereignissen in Spectre etabliert. Die Storseisund-Brücke in Norwegen wurde ebenfalls als spektakulärer Schauplatz genutzt (Marcopolo.de (Norwegen-Locations)).

Weitere Drehorte des Films

Nach den norwegischen Aufnahmen zog die Crew weiter: Am 28. April 2019 begannen die offiziellen Dreharbeiten auf Jamaika, inklusive Aufnahmen in der Ian-Fleming-Villa (Wikipedia (Jamaika-Dreh)). Die Produktion setzte auf lokale Crew mit etwa 500 jamaikanischen Schauspielern und Crewmitgliedern (Filmtourismus.de (Jamaika-Beteiligung)).

Im Juli 2019 folgten die Verfolgungsjagden in Aviemore, Schottland, mit Szenen im Cairngorms National Park, Buttersteep Woods und dem Ardverikie Estate (Nordisch.info (Schottland-Dreh)). Für die Innenaufnahmen und Kuba-Szenen nutzte man Pinewood Studios in Großbritannien (Wikipedia (Studio-Dreh)).

Die norwegischen Locations boten eine authentische Kulisse für Bonds Rückkehr – kalt, isoliert und emotional aufgeladen. (Marcopolo.de (Produktionsnotizen))

Die internationalen Drehorte erforderten eine komplexe Logistik, die das Produktionsteam über mehrere Monate band. Das Ergebnis waren Szenen, die von den norwegischen Fjorden bis zu den karibischen Stränden reichten.

Der Produktionsaufwand in fünf Ländern zeigt, wie sehr die Bond-Produktion auf authentische Locations setzt – jede Region brachte eigene visuelle Signaturen in den Film ein.

Wer war der schlechteste Bond-Darsteller?

Eine objektive Antwort auf diese Frage gibt es nicht – Bewertungen von Bond-Darstellern sind stets subjektiv und hängen von persönlichen Vorlieben, kulturellem Kontext und der jeweiligen Ära ab. Was als „schlecht” gilt, variiert je nach Generation.

Ranking der Bond-Darsteller

Historisch gesehen stehen die Darsteller der sogenannten „Zitterhände-Ära” in der Kritik: Roger Moore wurde von manchen Fans für übertriebene Leichtigkeit kritisiert, während George Lazenby als zu unerfahren galt. In der Craig-Ära dominiert hingegen ein ernsthafter, physisch glaubwürdiger Bond-Stil.

Die IMDb-Bewertungen zeigen ein differenziertes Bild: Sean Connery erreicht durchschnittlich die höchsten Werte, gefolgt von Daniel Craig. Roger Moore und Pierce Brosnan pendeln im mittleren Bereich, während Timothy Dalton trotz nur zwei Filmen starke Werte erzielt.

Vergleich mit Daniel Craig

Daniel Craig genießt innerhalb der Fan-Gemeinde eine besondere Stellung, nicht zuletzt wegen seiner physischen Präsenz und der Bereitschaft, selbst gefährliche Stunts zu absolvieren. Im Mai 2019 erlitt er während der Dreharbeiten auf Jamaika eine Knöchelverletzung (Wikipedia (Craig-Verletzung)), die jedoch die Produktion nicht dauerhaft stoppte.

Was Craig von anderen unterscheidet, ist die emotionale Tiefe: Seine Version hat Narben, Zweifel und eine Vergangenheit, die ihn verfolgbar machen. Das macht ihn einerseits realistischer, andererseits aber auch fragiler als die ikonischen Connery- oder Moore-Jahre.

Warum Rankings subjektiv bleiben

Jede Bond-Ära spiegelt den Zeitgeist ihrer Entstehung wider. Was 1967 als „gut” galt, entspricht nicht automatisch den Maßstäben von 2021 – und umgekehrt.

Craig hat die Messlatte für zukünftige Darsteller höher gelegt – wer auch immer als nächster Bond verpflichtet wird, muss sich an seiner physischen Präsenz und emotionalen Tiefe messen lassen.

Was war der schlechteste James-Bond-Film?

Ähnlich wie bei den Darstellern gilt: Der „schlechteste” Bond-Film ist eine subjektive Kategorie. Verschiedene Rankings führen zu unterschiedlichen Ergebnissen, abhängig von den verwendeten Kriterien.

Ranking: Beste und schlechteste Filme

Kritiker und Fans sind sich weitgehend einig, dass die frühen Moore-Filme wie „Der Spion, der mich liebte” solide Unterhaltung boten, während spätere Entries wie „In tödlicher Mission” weniger Anklang fanden. Timothy Daltons einzige beiden Filme – „Licence to Kill” – polarisieren ebenfalls.

Bei den Craig-Filmen liegt „Keine Zeit zu sterben” mit einer IMDb-Bewertung von 7.3/10 im soliden Mittelfeld. Höher bewertet werden „Skyfall” und „Casino Royale”, während „Quantum of Solace” gemischte Kritiken erhielt.

Position von „Keine Zeit zu sterben”

Mit weltweiten Einnahmen von über 770 Millionen US-Dollar war der Film ein kommerzieller Erfolg, auch wenn er nicht an die Rekordzahlen von „Skyfall” herankam (Wikipedia (Einspielergebnisse)). Die Meinungen über das künstlerische Gelingen gehen jedoch stark auseinander.

Die Kontroverse um das Ende trübt für manche die Gesamtwahrnehmung des Films. Andere schätzen gerade die emotionale Tiefe und die Bereitschaft, einen Protagonisten zu töten, der über Jahrzehnte als unverwundbar galt.

Das Ende von Bond in „Keine Zeit zu sterben” war mutig – vielleicht zu mutig für eine Franchise, die auf ewige Fortsetzbarkeit ausgelegt ist.

Langfristig wird die Bewertung des Films stark davon abhängen, wie die Serie unter einem neuen Darsteller fortgesetzt wird.

„Keine Zeit zu sterben” zeigt, wie sehr das Bond-Franchise bereit ist, etablierte Konventionen zu brechen – ob dieses Risiko sich langfristig auszahlt, wird sich erst unter dem nächsten Darsteller zeigen.

Wer ist der düsterste James Bond?

Die Definition von „düster” variiert: Für manche bedeutet es physische Brutalität, für andere emotionale Tiefe oder moralische Ambiguität. Ein Vergleich der Ären zeigt ein klares Muster.

Vergleich düsterer Versionen

Timothy Dalton gilt vielen als der „düsterste” Bond, da seine beiden Filme – „The Living Daylights” und „Licence to Kill” – einen moralisch komplexen Charakter zeigen, der gelegentlich die Grenzen des Akzeptablen überschreitet. Daltons kurze Amtszeit endete jedoch vor der großen Modernisierung der Serie.

Daniel Craig bot eine andere Art von Dunkelheit: seine Version haderte offensichtlich mit seinem Auftrag, zeigte Trauma und Verletzlichkeit. Die Szenen in „Casino Royale”, in denen Bond nach seiner ersten formellen Tötung sichtlich erschüttert ist, setzten neue Maßstäbe für emotionale Tiefe.

Daniel Craig als dunkler Bond

Mit fünf Filmen – „Casino Royale”, „Quantum of Solace”, „Skyfall”, „Spectre” und „Keine Zeit zu sterben” – etablierte Craig eine zusammenhängende Charakterentwicklung, die in der Bond-Geschichte einzigartig ist. Jeder Film baute auf den vorherigen auf und entwickelte Bonds Psychologie weiter.

Das Finale in „Keine Zeit zu sterben” war der logische Endpunkt dieser Entwicklung: Ein Mann, der alles verloren hat, opfert sich für eine Zukunft, die er selbst nicht mehr erleben wird.

Die Craigsche Formel

Craig-Bonds Stärke lag darin, die menschliche Seite des Spions zu betonen – seine Zweifel, seine Verluste, seine Sehnsucht nach einem normalen Leben. Genau das machte ihn für viele zum beliebtesten Bond seit Connery.

Die Frage, ob ein zukünftiger Bond düsterer oder leichter ausfallen wird, bleibt offen. Barbara Broccoli, Chefin der Produktionsfirma Eon, hat angekündigt, dass die neue Ära sorgfältig geplant wird.

Craig hat einen emotional komplexen Bond geschaffen, der als Maßstab dienen wird – jede zukünftige Version muss entscheiden, ob sie diese Richtung fortführt oder einen neuen Weg einschlägt.

Zitate und Stimmen zum Film

Naomie Harris verriet, dass zwischen der Handlung des Films und der seines Vorgängers Spectre eine Zeitspanne von fünf Jahren liegen sollte. Diese Zeitlücke ermöglichte eine emotionale Reifung der Figuren und erklärte manche Entwicklungen, die sonst unglaubwürdig gewirkt hätten.

— Naomie Harris (Moneypenny-Darstellerin)

Bei den Dreharbeiten in Matera wurden rund 32.000 Liter Coca-Cola auf den Straßen der Stadt verteilt, um dem Stunt-Double Paul Edmondson einen riskanten Motorradstunt zu ermöglichen. Die Logistik hinter dieser Aktion zeigt, wie weit das Team ging, um authentische Action zu liefern.

— Lee Morrison (Stunt Coordinator)

Die Produktion war von Beginn an von ambitionierten Plänen geprägt: Ein Budget von circa 250 Millionen US-Dollar ermöglichte Dreharbeiten in fünf Ländern, den Bau eigens konstruierter Sets und den Einsatz modernster Spezialeffekte.

Die Entscheidung, Daniel Craigs Bond mit dem Tod enden zu lassen, war das Ergebnis jahrelanger Planung. Die Zuschauerreaktionen waren geteilt – doch die filmische Kühnheit, einen ikonischen Charakter so enden zu lassen, verdient Anerkennung.

Fazit

Für James-Bond-Fans in Deutschland steht fest: Die Craig-Ära war die emotional intensivste und physisch authentischste Periode der Franchise seit Sean Connery. Mit „Keine Zeit zu sterben” endete nicht nur ein Kapitel, sondern es wurde ein Maßstab gesetzt, an dem sich jeder zukünftige Darsteller messen lassen muss. Wer einen neuen Bond-Darsteller ankündigt, wird die Messlatte hoch anlegen müssen – sowohl bei der Wahl des Schauspielers als auch bei der scriptwriterischen Tiefe.

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Weitere Quellen

italia.it, americanexpress.com

Häufig gestellte Fragen

Warum ist „Keine Zeit zu sterben” umstritten?

Der Film polarisiert, weil James Bond stirbt – ein Zeichen, das die Franchise seit Jahrzehnten vermieden hat. Für manche Fans war dies ein mutiger Schritt, für andere ein Verrat an der Figur.

Warum wurde Goldfinger verbannt?

„Goldfinger” wurde in bestimmten Ländern zensiert, nicht verboten. Die Szenen mit dem Laser und die Behandlung gewisser Themen führten zu Kürzungen in manchen Märkten.

Welche Autos fährt Bond in „Keine Zeit zu sterben”?

Der Film zeigt verschiedene Fahrzeuge: den klassischen Aston Martin DB5, den V8 Vantage und neuere Modelle von Aston Martin. Auch ein Jeep Wrangler kommt in einer Verfolgungsjagd-Szene vor.

Wo kann man „Keine Zeit zu sterben” streamen?

Der Film ist auf verschiedenen Plattformen verfügbar, darunter Amazon Prime Video, Sky Ticket und nach zeitlichem Abstand im regulären Fernsehprogramm. Die genauen Streaming-Rechte wechseln regionabhängig.

Was bedeutet der Titel „Keine Zeit zu sterben”?

Der Titel bezieht sich auf Bonds Schicksal im Film – er hat buchstäblich keine Zeit mehr, als er sich opfern muss. Gleichzeitig spiegelt er die condensed Action des Films wider.